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Abschlusskonferenz des Interreg-Projektes Changing Cancer Care

Montag, 09. Mai 2022

Am 12. Mai wird das deutsch-dänische Projekt zur Erforschung neuer Methoden der Krebsbehandlung mit einer internationalen Konferenz in Lübeck abgeschlossen. In dreieinhalb Jahren gemeinsamer Arbeit forschten Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler und Fachpersonal der Universität zu Lübeck und des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein gemeinsam mit dänischen Partnerinstitutionen und in enger Zusammenarbeit mit Patientinnen, Patienten und Angehörigen an neuen und verbesserten Untersuchungs- und Behandlungsverfahren in der Krebstherapie.

Dazu Niels Henrik Holländer vom Universitätshospital Seeland, Leiter des Projektes: „Die grenzübergreifende Zusammenarbeit hat wesentlich dazu beigetragen, neue Kompetenzen verfügbar zu machen.“

Das Projekt entwickelte, weiterentwickelte und testete in sechs verschiedenen Bereichen neue Behandlungsmethoden:

  • Bei der Kalziumelektroporation wird Hautkrebs schonend behandelt.

  • Eine vielversprechende Methode im Diagnosebereich ist die Liquid Biopsy, bei der schon eine Blutprobe genügt, um genaue Informationen über den Krebstumor zu erhalten.

  • Eine Hochpräzisionstechnik in der Strahlentherapie verbessert die Behandlung bei Rückenmarkstumoren.

  • Das Gerät HemoScreen ermöglicht Patientinnen und Patienten, Bluttests selbst zu Hause vorzunehmen ohne in die Klinik reisen zu müssen.

  • Die onkologische Pflege kann durch die Einbindung der Patientinnen und Patienten und derer Angehöriger deutlich verbessert werden.

Ein wichtiger Bestandteil bei allen Arbeitsbereichen des Projektes war die Einbeziehung von Patientinnen und Patienten auf Augenhöhe. „Das Projekt hat gezeigt, wie viel wir im Interesse einer besseren Behandlung und Pflege für die Patienten und ihre Angehörigen beiderseits der deutsch-dänischen Grenze voneinander lernen können“, sagt dazu Prof. Julie Gehl, die auf dänischer Seite die Leitung eines Arbeitspaketes innehatte. Es wurde eine grenzübergreifende Bevölkerungsuntersuchung durchgeführt und ein interaktiver deutsch-dänischer Krebsatlas erstellt.

Internationaler Erfahrungsaustausch in Lübeck

Gut 50 Expertinnen und Experten treffen sich nun in Lübeck zu einem abschließenden Erfahrungsaustausch zu den Resultaten von Changing Cancer Care. Die beiden Keynotes anlässlich der Konferenz werden von einem dänischen und einem deutschen Forschenden gehalten. Prof. Claudia Baldus ist Direktorin der Klinik für Innere Medizin II mit den Schwerpunkten Hämatologie und Onkologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Kiel, sowie im Vorstand des Universitären Cancer Center Schleswig-Holstein. Jesper Fisker ist Direktor der Dänischen Krebsgesellschaft.

Auf der Konferenz werden alle zehn Partnerinstitutionen des Projektes vertreten sein.
Anlässlich der Konferenz wurde vom Projekt eine Abschlussbroschüre herausgegeben, die auch elektronisch auf der Projekthomepage eingesehen werden kann: www.changingcancercare.eu/de/

Das Projekt wird von Interreg Deutschland-Danmark mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionalentwicklung gefördert.

Für Rückfragen von Journalistinnen und Journalisten steht zur Verfügung

Dirk Keil, Pressekonsulent
Kommunikation, Forschungsabteilung im Stab des Universitätsklinikum Seeland
Dike@regionsjaelland.dk, +45 93 56 91 94


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