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Theatergruppe

Der Diener zweier Herren

Diesmal hat sich die ZIP-Theatergruppe an die gekürzte Fassung eines Klassikers gewagt: DER DIENER ZWEIER HERREN von Carlo Goldoni. Es ist das berühmteste Stück des italienischen Dramatikers und wurde 1746 in Mailand uraufgeführt. IL SERVITORE DI DUE PADRONI gilt als Höhepunkt der Commedia dell’arte. Florindo wird beschuldigt, den Bruder seiner Geliebten Beatrice getötet zu haben und ist vor den Anschuldigungen nach Venedig geflohen. Als Mann verkleidet reist ihm Beatrice nach, begleitet von ihrem Diener Truffaldino. Ohne dass die beiden Liebenden voneinander wissen, nehmen sie sich im selben Wirtshaus ein Zimmer. Truffaldino tritt - ohne Beatrices Wissen - auch in Florindos Dienste, da er zu schlecht bezahlt wird, als dass er angemessen leben könnte. Er wird zum Diener zweier Herren und gerät dadurch in zahlreiche Kalamitäten, aus denen er sich aber immer wieder retten kann. Er geht in seinen Lügen soweit zu behaupten, der jeweils andere Herr sei tot. Letztlich führt Truffaldino die beiden Liebenden zufällig wieder zusammen und wird belohnt, indem er die Kammerzofe Blandina heiraten darf. Die ZIP-Theatergruppe, bestehend aus Patienten und Mitarbeitern des Zentrums für Integrative Psychiatrie, hat unter professioneller Anleitung des Hamburger Regisseurs Jan Stephan Hillebrand und seines Teams jetzt ihr 5. Theaterstück produziert.

Bilder der Aufführung finden Sie hier

Plakat: Der Diener zweier Herren


Abgetaucht - Aufgetaucht

Das Stück beschäftigt sich mit der oftmals schweren Erkenntnis, an einer seelischen Störung zu leiden und dann therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen. Die Episoden basieren auf persönlichen Erlebnissen und wurden von Menschen geschrieben, die selbst einmal an einer psychischen Störung gelitten haben. Das Stück erzählt in Episodenform wie verschiedene Menschen dazu kamen, sich bei ihren Problemen helfen zu lassen. Es will mit seinem Ansatz zeigen, dass man aus jedem noch so tiefen „Wasserbecken“ auch wieder auftauchen kann. Die ZIP-Theatergruppe, bestehend aus Patienten und Mitarbeitern des Zentrums für Integrative Psychiatrie, hat unter professioneller Anleitung jetzt ihr 4. Theaterstück produziert.

Hier können Sie kurz in unsere Aufführung vom 27. und 28. Januar 2009 eintauchen: Bilder

Weitere Informationen: Theaterplakat Abgetaucht - Aufgetaucht


SEELENREIGEN | Wiederaufnahme

Im neuen, jetzt noch leicht veränderten Stück der ZIP-Theatergruppe geht es wieder um das sensible Thema Psychiatrie. In Reigenform wird in zehn Szenen demonstriert, wie sich psychische Störungen in zwischenmenschlichen Beziehungen auswirken und welchen Einfluss gesellschaftliche Normreaktionen in den unterschiedlichen sozialen Schichten hierauf haben. Erarbeitet wurde das Theaterstück wieder gemeinsam mit dem Hamburger Theaterregisseur Jan Stephan Hillebrand und PatientInnen und MitarbeiterInnen des Zentrums für Integrative Psychiatrie.

Bilder


WUNDER-WANDEL-WAHNSINN

Theateraufführung im kleinen Saal der Halle 400 im Dezember 2007

Pressebericht 2007: Pressebericht

Weitere Informationen: Theaterinfo, Theaterplakat

Bilder


HOTEL GEHIRN - wie die Seele so spielt

theater_aAuf dem hölzernen Tresen steht ein Samowar, einfache Schilder verweisen auf den Lift und das Restaurant. Wir befinden uns im "Hotel Gehirn", einem alten, russischen Hotel, das schon bessere Tage erlebt hat. Ludmilla, eine junge, arbeitslose Bäckerin checkt ein, um in Moskau eine neue Anstellung zu finden. Sie wird vom Ehepaar Kowalski, den Hotelbesitzern, in Empfang genommen. Bevor sie der Liftboy Mustafa zu ihrem Zimmer führt, lernt Ludmilla alle übrigen Hotelangestellten kennen: den Hotelmanager Alois und seinen Laufburschen Mischa, den Pagen Iwan, die drei quirligen Kinder der Kowalskis, die für das Gepäck der Hotelgäste zuständig sind und last but not least Maruschka, die ungarische Animateurin des Hotels. So weit so gut.

Bereits in der zweiten Szene wird klar, dass hier etwas nicht stimmen kann: der Ablauf ist identisch mit der ersten Szene, aber das Verhalten der Hotelmitarbeiter gegenüber Ludmilla kann nicht mehr als "normal" bezeichnet werden. Sie scheinen an ihr vorbei zu reden, hören ihr nicht genau zu und faseln wirres "Zeug".

Das "Hotel Gehirn" steht für das Gehirn an sich: Ludmilla, die Unschuld vom Lande, stellt einen herkömmlichen Umweltreiz dar, die Familie Kowalski repräsentiert die fünf Sinne. Maruschka verkörpert das Gefühl; das Handeln, Denken und Erinnern wird durch die übrigen Hotelangestellten sichtbar gemacht.

Die Ausgangsszene wird entsprechend der psychischen Störungen Schizophrenie, Sucht, Borderline-Syndrom, Manie und Depression modifiziert. Die Zuschauer werden vor und nach jeder Szene von einer Stimme aus dem Off über die einzelnen seelischen Krankheitsbilder und deren Therapiemöglichkeiten informiert.

Dabei lockert eine schwungvolle, lebhafte und humorvolle Inszenierung die ernste Thematik auf.

Zwei besinnliche, unter die Haut gehende Liedvorträge ("Die Liebende" und "Der Panther" von Rainer Maria Rilke), eine witzig-schrille Performance (die unverkennbare Überleitung zur Manie!) und das gemeinsam gesungene Abschiedslied, runden einen gelungenen Theaterabend ab. Die Schauspieler werden für ihren Einsatz mit tobendem Applaus, Gejohle und Fußtrampeln seitens des Publikums belohnt.

Patienten und Mitarbeiter des Zentrums für Integrative Psychiatrie in Kiel haben mit dem Hamburger Theatermacher Jan Stephan Hillebrand das Theaterstück zusammen erarbeitet. Da schon in der ersten Inszenierung im Dezember letzten Jahres die vier Vorstellungen auf der Studiobühne des Kieler Schauspielhaus nahezu ausverkauft waren, wurde kurzerhand neuinszeniert und so konnte am 18. und 19. Februar 2006 im Werftparktheater erneut vor einem begeisterten Publikum gespielt werden.

Bilder der Theateraufführung im Kulturforum im Mai 2006