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Diagnostik

Bevor eine Therapie durchgeführt werden kann, müssen zahlreiche Fragen geklärt werden:

  • Handelt es sich überhaupt um einen Lungenkrebs oder liegt eine ganz andere Diagnose vor?
  • Bei einem Lungenkrebs: Welche Gewebeart liegt vor?
  • Um welchen Subtyp handelt es sich?
  • Liegen Metastasen vor?
  • Liegt der Tumor so, dass er technisch operiert werden kann?
  • Hat der Patient nach einer eventuellen Operation noch eine ausreichende Funktion der Lunge?

Zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen werden verschiedene Untersuchungsmethoden angewendet.

Computertomographie

Die wichtigste Untersuchung zur Erkennung von kleinen Veränderungen im Lungengerüst ist die Computertomographie. Gegenüber einer einfachen Röntgen-Thoraxübersichtsaufnahme ist die Empfindlichkeit, mit der Tumoren entdeckt werden können, um ein Vielfaches größer. Die Technik der Computertomographie ist inzwischen so weit entwickelt, dass auch mit geringer Strahlenbelastung eine hohe Auflösung möglich ist. Kleinste Verdichtungen im Lungenparenchym, die ohne eingreifenden Maßnahmen einer genauen Diagnostik nicht zugänglich sind, können durch kurzfristige Wiederholungsuntersuchungen exakt in ihrem Wachstumsverhalten beurteilt werden.

Positronen-Emssionstomographie (PET)

Der Lymphknotenbefund entscheidet häufig darüber, ob ein Patient operabel und damit möglicherweise heilbar ist oder nicht, da befallene Lymphknoten auch nach operativer Entfernung des eigentlichen Lungentumors Ausgangspunkt von Streuherden sein können. Daher werden alle Patienten in Kiel vor einer geplanten Operation mit Hilfe der speziellen PET-CT untersucht, bei der die Tumoraktivität einer Raumforderung und der Lymphknoten dargestellt werden kann.

Weitere Informationen auf der Webseite der Klinik für Nuklearmedizin

Bronchoskopie

Bei unklaren Veränderungen in der Lunge entscheidet die feingewebliche Untersuchung über das optimale Vorgehen. Eine typische Untersuchung für diesen Zweck ist die Bronchoskopie. Dabei wird ein bewegliches Gerät, das von der Gestalt und Größe einem  Stromkabel entspricht über die Nase oder den  Mund bis in tiefere Aufzweigungen der Bronchien eingeführt. Das Bronchoskop besteht an der Spitze aus einer kleinen Videokamera, über Lichtleitbündel können die Bronchien beleuchtet werden. Das Gerät besitzt außerdem einen Kanal über den mittels einer ferngesteuerten Zange Proben aus auffälligen Veränderungen in der Lunge entnommen werden können.  Tumoren in der Lungenperipherie, die mit dem Bronchoskop nicht mehr erreicht und direkt gesehen werden, können zum Beispiel von außen, CT- oder sonographisch-gesteuert punktiert werden.

Endobronchialer Ultraschall

Letzte Sicherheit, ob Lymphknoten durch einen Tumor befallen sind, ist jedoch nur durch eine zytologische oder histologische Untersuchung gegeben. Während früher Lymphknoten nur über einen operativen Zugang erreicht werden konnten oder der Diagnostik sogar verborgen blieben, können heute in der Regel die relevanten Lymphknoten mit Bronchoskopen oder Gastroskopen, die Ultraschallköpfe tragen, dargestellt und unter Sicht punktiert werden. Unmittelbar nach der Punktion werden Ausstrichpräparate angefertigt, die teilweise mit einer Schnellfärbung präpariert und direkt mikroskopisch beurteilt werden. Auf diese Weise kann die Qualität der Punktion überprüft werden. Bei unzureichender Ausbeute wird die Punktion sofort wiederholt. Erneute Einbestellungen des Patienten zur Wiederholung der Untersuchung können damit vermieden werden. Auch das hat in Kiel dazu beigetragen, dass die Zeit zwischen dem Auftreten ersten Symptome und vollständiger Diagnostik deutlich verkürzt werden konnte.

Bronchoskop mit Ultraschallkopf

Das Bild zeigt ein Bronchoskop mit Ultraschallkopf für Lymphknotenpunktionen.