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Ambulante Sexualstraftätertherapie

Das ambulante Therapieprogramm für Sexualstraftäter richtet sich primär an Männer, die Sexualstraftaten begangen haben. Es können aber auch Personen aufgenommen werden, die sich freiwillig in Behandlung begeben, weil sie befürchten, straffällig zu werden.

Die Zuweisung der Teilnehmer erfolgt über verschiedene Wege

Zuweisung durch Gerichte oder Bewährungshilfestellen, gesetzliche Betreuer oder auch Nachsorgeeinrichtungen: In diesen Fallen sind meist gerichtliche Weisungen und Bewährungsauflagen zu befolgen.

Indikationsgeleitete Zuweisung durch den Kooperationspartner des ISFP „Beratungsstelle im Packhaus“ (Träger: pro familia).

Es gibt zudem die Möglichkeit, dass sich (potentielle) Täter von sich aus freiwillig in Behandlung begeben.

Das Behandlungskonzept wurde auf der Grundlage des aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstands entwickelt und zielt auf die Bearbeitung kriminogener Risikofaktoren ab. Oberste Ziele sind dabei immer der Opferschutz und die Verhinderung (erneuter) Sexualstraftaten.

Jeder Teilnehmer wird im Sinne eines individuellen Behandlungskonzeptes umfassend multiprofessionell eingebunden (d.h. psychologisch, ärztlich und sozialpädagogisch) und über die gesamte Behandlungsdauer von einem Bezugstherapeuten betreut.

Zu Beginn der Therapie finden mit jedem Teilnehmer diagnostische Einzelgespräche statt, in denen die Therapiemotivation, die Therapiebedürftigkeit und Therapieziele geklärt werden. Im delikt- und veränderungsorientierten Teil der Therapie werden vorwiegend kognitiv-verhaltenstherapeutische Methoden, Elemente des Behandlungsprogramms für Sexualstraftäter (BPS) sowie des sog. Sex Offender Treatment Programme (SOTP) eingesetzt. Individuelle Auslöser des sexuellen Problemverhaltens sollen so identifiziert und beeinflusst werden. Dadurch sollen deviante Verhaltensweisen mit geringerer Wahrscheinlichkeit auftreten oder ganz vermieden werden. Die Teilnehmer werden primär im Einzelsetting behandelt. Im Rahmen des Behandlungsverbundes mit der „Beratungsstelle im Packhaus“ (Träger: pro familia) ist aber auch die Teilnahme an dortigen Gruppentherapien möglich.