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Startseite > Fachdienste > Ergotherapie

Ergotherapie

Die Abteilung

Im ZIP behandeln die Ergotherapeuten Patienten aller Altersstufen mit affektiven, psychotischen, neurotischen, psychosomatischen und gerontopsychiatrischen Störungen sowie Patienten mit Suchterkrankungen.

Das ergotherapeutische Behandlungsteam der Klinik besteht zurzeit aus sieben Mitarbeitern.

Im Kernbereich der Ergotherapie stehen für Gruppenbehandlungen drei große, gut ausgestattete Räume zur Verfügung. Auch Einzelbehandlungen oder computergestütztes Hirnleistungstraining können hier stattfinden. Je nach ärztlicher Verordnung und Bedarf des Patienten ist eine ergotherapeutische Therapie vor Ort "auf Station" ebenfalls möglich.

Einige Stationen verfügen über eigene Behandlungsräume, in denen z.B. ein angeleitetes Training zur Verbesserung der Alltagsfähigkeiten angeboten wird.

Die Ergotherapeuten des ZIP sind, wie alle anderen Berufsgruppen, in die jeweiligen multiprofessionellen Stationsteams integriert.

Leitung der Ergotherapie ist Frau Hering, z.Zt. in Elternzeit, Stellvertretung ist Frau Küppers-Lassani. Sie erreichen uns unter der Telefonnummer 0431 500-98530. Hier ist auch ein AB geschaltet.

Ergotherapie- was ist das eigentlich?

Der Begriff "Ergotherapie" stammt aus dem Griechischen:

ergon: tätig sein, handeln, die Handlung, das Werk
therapie: heilen, begleiten, unterstützen

Das grundsätzliche Ziel der Ergotherapie ist es, die emotionalen, sozialen und kognitiven Stärken und Einschränkungen des zu behandelnden Menschen zu erkennen und geeignete Handlungskompetenzen aufzubauen. Die Ergotherapie nimmt im Heilungsprozess vieler psychiatrisch erkrankter Menschen eine wichtige Rolle ein. Sie bietet ein an der individuellen Leistungsfähigkeit des Einzelnen orientiertes Angebot zum Wiedererlernen verloren geglaubter Fähigkeiten. Hierbei soll die größtmögliche Selbständigkeit unter Berücksichtigung der Orientierung, des Antriebs, der geistigen Leistungen, der Wahrnehmung und der Motorik.

Methoden der Ergotherapie

In der Ergotherapie wird nach unterschiedlichen Behandlungsansätzen vorgegangen. Im ZIP werden insgesamt sechs ergotherapeutische Schwerpunkte angeboten.

1. Kompetenzzentrierte Methode

Hier werden zu stärkende Fähigkeiten und Fertigkeiten mit Hilfe ausgewählter handwerklicher Techniken trainiert.

  • die Verbesserung der Handlungsplanung und -ausführung
  • strukturiertes Vorgehen und das Entwickeln von Strategien zur Problemlösung
  • die Stärkung instrumenteller Fähigkeiten (z.B. Umgang mit Werkzeugen)

2. Ausdruckszentrierte Methode

Dem Patienten sollen Möglichkeiten erschlossen werden, kreativ-gestalterische Medien als Ausdrucks- und Kommunikationsmittel zur Selbstdarstellung zu nutzen.

Ziele der Behandlung sind

  • die Förderung emotionaler Wahrnehmung und des Ausdrucks
  • die Auseinandersetzung mit Gefühlen, Wünschen und Bedürfnissen

3. Interaktionelle Methode

Dieser Ansatz stellt gruppendynamische Prozesse bei einem themenbezogenen Einsatz von Therapiemitteln in den Vordergrund.

Ziele der Behandlung sind

  • die Förderung der sozio-emotionalen Fähigkeiten wie Konflikt- und Kritikfähigkeit
  • die Stärkung der Toleranz und der Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • das Erkennen und Äußern eigener Wünsche und Bedürfnisse

4. ADL-Training (Aktivitäten des täglichen Lebens)

Praktische, alltagsrelevante Tätigkeiten werden in Einzel- oder Gruppentherapie konkret beübt.

Ziele der Behandlung sind

  • die Orientierung im alltäglichen Umfeld und Wahrnehmung von Grundbedürfnissen
  • das Erreichen einer größtmöglichen selbständigen Versorgung
  • die Vorbereitung für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben

5. Hirnleistungstraining

Hier findet eine gezielte Therapie krankheitsbedingter Störungen kognitiver Funktionen statt.

Ziele der Behandlung sind

  • der Aufbau der Konzentration und Aufmerksamkeit
  • die Stärkung der Gedächtnisleistungen
  • die Verbesserung der Auffassung und Konzeptbildung

6. Computergestütztes Training

Anhand spezieller Übungsprogramme werden verschiedene kognitive Fähigkeiten am PC gestärkt.

Ziele der Behandlung sind

  • das Einhalten von Vorgaben und Grenzen zu erlernen und die Stärkung der Frustrationstoleranz
  • sich zum selbständigem Arbeiten anleiten zu können
  • die Stärkung der Fähigkeit, Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden
  • die Vermittlung von Kompetenz im Umgang mit dem PC (beruflich oder schulisch relevant)

Störungsspezifische Angebote und ambulante Gruppen

Besondere ergotherapeutische Angebote gibt es zu folgenden Schwerpunkten: Behandlung von Psychosen, Depressionen und Suchterkrankungen. Es werden zusätzlich mehrere Gruppen für ambulante Patienten angeboten, die teilweise auch von Berufstätigen in den frühen Abendstunden wahrgenommen werden können. Zur Teilnahme ist die Verordnung eines Arztes der PIA (Psychiatrische Institutsambulanz) oder eines externen Arztes erforderlich. Auf der Verordnung sollte als Heilmittel die "psychisch-funktionelle Behandlung" vermerkt sein.