Der Browser den Sie verwenden ist sehr alt.

Wir können daher nicht sicherstellen, dass jede Funktion (Gestaltung, Bilder und zusätzliche Funktionen) dieser Internetseite im vollen Umfang zur Verfügung steht. Bitte nutzen Sie eine aktuellere Browserversion.
Wir bitten um Ihr Verständnis.
Startseite > Wissenschaft > Forschungsprojekte

Forschungsprojekte

Projektgruppe

Psychophysiologische Forschung

Leitung

PD Dipl.-Psych. Dr. Alexander Prehn-Kristensen

Mitarbeiter

Dipl.-Psych Hannah Brauer
Dipl-Psych Clara Marie Schreiber M.A.
Susanne Kell (MTA)
Dipl.-Biol. Petra Schneckenburger (Studienassistenz, Sekretariat)

Schwerpunkte

Untersuchung von Gedächtnisdefiziten bei jungen Patienten mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS)

Aktuelle Projekte

Bedeutung des Tiefschlafs für die Festigung deklarativer und motorischer Langzeitgedächtnisleistungen bei Kindern und Jugendlichen mit einer ADHS

REM-Schlaf und das Gedächtnis für persönlich wichtige Ereignisse

Geruchswahrnehmung bei Kindern und Jugendlichen mit einer ADHS

Inhaltlicher Rahmen

Bei Patienten mit einer ADHS werden Probleme in bestimmten Gedächtnisbereichen beschrieben. Während Defizite im so genannten Arbeitsgedächtnis beinahe einheitlich berichtet werden, sind die Befunde zum deklarativen und motorischen Langzeitgedächtnis eher uneindeutig. Der Schlaf hat auf die Konsolidierung (Festigung) beider Langzeitgedächtnisformen einen wichtigen Einfluss. Wir überprüfen derzeit, ob der Schlaf die veränderten Leistungen des Langzeitgedächtnisses bei Patienten mit einer ADHS erklären kann.

Darüber hinaus wurde berichtet, dass dem REM-Schlaf eine wichtige Rolle bei der Konsolidierung persönlich bedeutsamer (emotionaler) Ereignisse spielt. Patienten mit einer ADHS sind neben der Kernsymptomatik auch relativ häufig durch eine emotionale Instabilität belastet. Wir untersuchen auch hier, ob der Schlaf mit den häufig beschriebenen emotionalen Schwierigkeiten bei ADHS-Patienten in Verbindung steht.

Wie kürzlich beschrieben wurde, haben junge Patienten mit ADHS im Vergleich zu Gesunden ein besseres Gespür für Gerüche. Es ist jedoch nicht klar, ob dies durch eine generell gesteigerte Wahrnehmungsfähigkeit aller Sinnenskanäle oder aber durch eine speziell gesteigerte olfaktorischen Sensitivität erklärt werden kann.

Frühere Ergebnisse

In unserer Arbeitsgruppe haben wir gezeigt, dass ADHS-Patienten Abweichungen in mehreren Gedächtnisformen aufweisen: Kinder und Jugendliche mit einer ADHS haben Defizite sowohl im Arbeitsgedächtnis (Lenz et al., 2008; Prehn-Kristensen et al., 2011a; Prehn-Kristensen et al., eingereicht) als auch im deklarativen Langzeitgedächtnis (Krauel et al., 2007). Zudem scheint der Schlaf bei ADHS-Patienten die Konsolidierung deklarativer Langzeitgedächtnisinhalte nur eingeschränkt zu unterstützen (Prehn-Kristensen et al., 2011b). Hingegen profitieren Kinder mit einer ADHS im Vergleich zu gesunden Kindern vom Schlaf bei der Konsolidierung motorischer Gedächtnisaufgaben (Prehn-Kristensen et al., 2011c). Als Ursache für die divergierenden Gedächtnisleistungen nach dem Schlaf vermuten wir eine reduzierte Funktionalität präfrontaler Kortexregionen bei Patienten mit einer ADHS.

In einer aktuelle Studie berichten wir, dass der REM-Schlaf bei gesunden Erwachsenen für das Umlernen von Belohung und Bestrafung eine wichtige Rolle spielt (Wiesner et al., eingereicht).

Kooperationen

Institut für Neuroendokrinologie der Universität Lübeck

Institut für Medizinischen Psychologie der EKU, Tübingen

Klinik für Neuroradiologie der CAU, Kiel
Institut für Psychologie der CAU, Kiel
Schlaflabor des ZIP gGmbH
Klinik für Neurologie II der Otto-von-Guericke-Universität, Magdeburg

Finanzierung/ Drittmittel

DFG: „Klinische Forschergruppe: Normale und gestörte kognitive Kontrolle von Gedächtnisfunktionen“ Teilprojekt 5

SFB: „Plastizität und Schlaf“ Projekt A13