Stationäre Therapie

Beschreibung

Stationäre Aufnahmen in der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie erfolgen geplant nach einem ambulanten Vorgespräch. Die Klinik bietet ein tiefenpsychologisches Gruppentherapieangebot an (8-10 Betten auf dem unteren Stockwerk der Klinik) und ein verhaltenstherapeutisches Therapieprogramm (10-12 Betten auf dem oberen Stockwerk der Klinik), welches sich mit Elementen der Dialektisch Behavioralen Therapie (DBT) nach M. Linehan insbesondere an Patienten mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung richtet.

1. Tiefenpsychologischer Behandlungsschwerpunkt

Diese Behandlung ist ein 12-wöchiges gruppentherapeutisches Angebot für 8-10 Patienten mit unterschiedlichen Diagnosen. Im Zusammenleben mit den anderen werden kindliche und familiäre Erlebnisse und Beziehungen aktualisiert, teilweise wieder erlebt und mit Unterstützung neu bewertet und integriert. Es werden täglich in der Woche gruppentherapeutische Sitzungen durchgeführt. Zusätzlich gehören zum Behandlungskonzept: Mal- und gestaltungstherapeutische Gruppen, Tanztherapie, Physiotherapie, Ergotherapie und Entspannungstherapien. Angehörigengespräche und sozialtherapeutische Hilfestellungen werden bei Bedarf angeboten. Die Therapie dauert in der Regel 3 Monate stationär und wird anschließend bei Bedarf in der ambulanten Nachsorgegruppe ausgeleitet. Verkürzungen oder Verlängerungen sind im Einzelfall möglich. In den ersten drei Wochen sind die Patienten gehalten, ihre Kontakte nach außen einzustellen um sich besser in die Therapie und in die Patientengemeinschaft einzufinden.

Therapeutinnen:
Frau Dr. G. Körber, Dipl.-Psych.
Frau Dr. B. Pinckert, Ärztin

2. Verhaltenstherapeutischer störungsspezifischer Behandlungsschwerpunkt

Die verhaltenstherapeutische Station der Klinik hat 10-12 Betten und richtet ihr Angebot insbesondere an Patienten mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung. Die Station arbeitet insbesondere mit der Elementen der Dialektisch Behavioralen Therapie (DBT) nach M. Linehan und der Schematherapie nach J. Young. Das 12-wöchige Gruppenangebot umfasst soziales Kompetenztraining, Psychoedukation, Ergotherapie, störungsspezifische Basisgruppe, Stabilisierungsgruppe, Achtsamkeitsübungen, Tanztherapie, Physiotherapie, Yoga und progressive Muskelentspannung. Daneben erhalten die Patienten einzeltherapeutische Gespräche. Weiterhin besteht die Möglichkeit zu sozialtherapeutischer Beratung und Betreuung und werden von einer Bezugspflegekraft begleitet. Die 12wöchige Behandlung gliedert sich in eine 2wöchige Vorbereitungsphase (Beziehungsaufbau, Diagnostik, Formulierung konkreter Therapieziele), eine 6-8wöchige Hauptbehandlungsphase, in der an den individuellen Therapiezielen gearbeitet wird und eine 2-4 wöchige „Abschiedsphase“, in der die Vorbereitung auf den Übergang in den ambulanten Rahmen erfolgt. Ziele der Therapie sind die Verminderung von Krisensituationen mit hoher Anspannung, selbstverletzendem und selbstschädigendem Verhalten, die Verbesserung von Fähigkeiten im zwischenmenschlichen Bereich und im Umgang mit Gefühlen sowie eine bessere Wahrnehmung von sich selbst und der Umgebung. Eine eingehende Bearbeitung von Traumata erfolgt nicht.

Therapeutinnen:
Frau Ch. Bethke-Jaenicke, Ärztin
Frau Ch. Sabelmann, Dipl-Psych.
 

Stationsleitung:
Herr R. Früchtnicht

Anmeldung/Sekretariat
Frau R. Reis
Telefon: 0431 / 9900 - 2652
E-Mail: sekr.psychosomatik@zip-kiel.de

 

Foto vom Gebäude der Psychosomatik