Foto vom Hauptgebäude der Psychiatrie
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Inhalt:

 

  1. Prävalenz und Therapiemotivationsprojekt

  2. Forschung zur Psychopathie - Persönlichkeit

     

    • Das Kieler Psychopathie Inventar (KPI) –Projekt

    • Vergleich der Psychopathie und Persönlichkeitsstörungen nach DSM-IV

     

     

     

    Prävalenz und Therapiemotivationsprojekt

     

    Bisher ist in Deutschland nicht empirisch untersucht, ob unter inhaftierten Straftätern psychische Störungen und/oder psychopathologische Belastungen in erhöhten Prävalenzraten vorliegen. Gleichfalls ist wissenschaftlich nicht gesichert, welche Art von Störungen und welche Komorbiditäten zu finden sind. Entsprechende Daten sind in verschiedener Hinsicht wichtig: Erstens kann im Rahmen der Entwicklung einer wissenschaftlich fundierten Psychotherapie nur mit eindeutigen epidemiologischen Daten  ein störungsspezifisches Angebot gemacht werden. Zweitens ergeben sich möglicherweise neue Aspekte für ein Entstehungsmodell von Gewalttätigkeit. Drittens lassen sich gewaltpräventive Erkenntnisse erwarten.

 

Projektgruppe

Prävalenz psychischer Störungen und Therapiemotivation bei Strafgefangenen in der JVA Nms
Leiter PD Dr. Huchzermeier
c.huchzermeier@zip-kiel.de
Wissenschaftliche Mitarbeiter Dipl. Psych.  Hr. Godt
Dipl. Pysch. Fr. Bruß
Schwerpunkte  
Aktuelle Projekte

 

Zielsetzung
  • Repräsentative Erhebung psychischer Störungen bei Gewalt- und Sexualstraftätern
  • Feststellung der Therapiemotivation
  • Ableitung psychotherapeutischer Interventionen aufgrund der erhobenen Daten
Derzeitiger Stand Datenerhebung
Ausblick  
Kooperationen  
Finanzierung / Drittmittel  
Ausgewählte Publikationen  

 

 

 

        Forschung zur Psychopathie - Persönlichkeit

 

Das amerikanische Psychopathy – Konzept hebt sich deutlich vom Psychopathiebegriff der deutschen Psychiatrie in der Tradition von K. Schneider ab: Während letztere eine große Gruppe abnormer Persönlichkeiten als Variationen „normalmenschlichen Daseins“ umfasste,  umschriebt das neuere von Hare operationlisierte Psychopathykonstrukt eine Gruppe von soziopathischen Persönlichkeiten mit bestimmten charakterlichen Merkmale, interpersonalen und affektiven Verhaltensauffälligkeiten sowie einer generellen Unfähigkeit, sich an soziale Normen anzupassen. Dementsprechend geht die Psychopathy besonders häufig mit Gewalt- und Sexualstraftaten einher. Aus forensich psychiatrischer Sicht stellt die Psychopathy ein besonderes Problemklientel dar, weil diese Personengruppe häufig in intramurale Zwischenfälle verwickelt ist, eine hohe Rückfalldelinquenz aufweist und weil das Therapie –out –come weitaus schlechter sein soll als bei anderen Straftätern 

 

Projektgruppe

Das Kieler Psychopathie Inventar (KPI) –Projekt
Leiter PD Dr. Huchzermeier
c.huchzermeier@zip-kiel.de
Wissenschaftliche Mitarbeiter
Schwerpunkte
Aktuelle Projekte

Zielsetzung Entwicklung eines Selbstbeurteilungsinstrumentes zur Erfassung der Psychopathie nach Hare.
Vor dem Hintergrund der außerordentlichen klinischen Relevanz der Psychopathy soll ein Selbstbewertungsintsrument entwickelt werden, das den Testgütekriterien standhält, zumal die gängigen semistrukturierten Interviewverfahren einen sehr hohen zeitlichen Aufwand beanspruchen (PCL-R, Hare, 1991 – etwa 3 Stunden; PCL-SV, Hart et.al., 1996 – etwa 1, 5 Stunden).
Derzeitiger Stand
  • Itemgenerierung und Konstruktdefinition abgeschlossen
  • Forschungsversion des KPI erstellt
  • Aktuelle Vergleichsuntersuchung  KPI und Psychopathiecheckliste (PCL-SV, Hart et al, 1996)
  • Überprüfung des KPI an Maßregelinsassen und Psychiatrie-Patienten (Datenerhebung)
Ausblick
Kooperationen PD Dr. Hinrichs , Dipl. Psych. Köhler
(beide Kinder – und Jugendpsychiatrie )
Finanzierung / Drittmittel
Ausgewählte Publikationen  

 

 

 

 

 

Projektgruppe

Vergleich der Psychopathie und Persönlichkeitsstörungen nach DSM-IV
Leiter PD Dr. Huchzermeier
c.huchzermeier@zip-kiel.de
Wissenschaftliche Mitarbeiter Dipl. Psych.  Hr. Godt
Schwerpunkte
Aktuelle Projekte

Zielsetzung
  • Darstellung von Gemeinsamkeiten und Abgrenzungen der beiden Persönlichkeitskonstrukte bei Straftätern
  • Etablierung von Subtypen antisozialer Persönlichkeitsstörungen

 

Eine konsekutiven Stichprobe von inhaftierten Straftätern (n=34),die zwischen Juli 2000 und Januar 2002 der intramuralen Therapie oder einer Prognosebegutachtung zugewiesen wurden, wurde mit der PCL-SV und dem SKID-II untersucht. Anschließend erfolgte die Korrelationsberechnung zwischen den einzelnen spezifischen Persönlichkeitsstörungen und der Psychopathy (unterteilt in low-, moderate- und high –scorer)

Bisherige Ergebnisse
  • An einer Stichprobe von 34 Straftätern fanden sich in über 90% der Probanden Persönlichkeitsstörungen nach DSM-IV und in etwa 20 % Zuordnungen zur Psychopathie
  • Es bestanden stark positive Korrelationen zwischen Psychopathie und antisozialer und narzisstischer Persönlichkeitsstörung
Ausblick
Kooperationen PD Dr. Hinrichs , Dipl. Psych. Köhler
(beide Kinder – und Jugendpsychiatrie )
Finanzierung / Drittmittel
Ausgewählte Publikationen  

 

 

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