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Ambulanzen

Spezialambulanzen: Mutter und Kind

Aktuell: Psychotherapeutische Gruppe für Frauen mit Postportaler Depression

Wir möchten Sie ganz herzlich zu unserem Gruppentherapieprogramm für Mütter mit peripartalen Erkrankungen im Zentrum für Integrative Psychiatrie Kiel einladen.

Das Therapieprogramm umfasst acht einstündige Gruppensitzungen und dient neben themenspezifischer Informationsvermittlung durch ausgebildetes Fachpersonal (Ärzte, Psychologen, Mitarbeiter der Pflege) vor allem dem interaktiven Austausch und der Hilfestellung untereinander. Die genauen Themen der Gruppentherapie sind unten aufgeführt.

Themen und Termine der Gruppentherapie

Auskunft erteilt Frau Rasch unter der Telefonnummer (0431) 9900-2656 oder mittels E-Mail an info.mutter-kind@zip-kiel.de

Spezialambulanz Mutter und Kind

Ansprechpartnerin:

Dr. Anna Christina Schulz-Du Bois, Oberärztin

Mehr als nur „Babyblues“ ?!

Psychische Störungen während der Schwangerschaft und nach der Geburt (postpartal) treten relativ häufig auf, bleiben jedoch leider oft unerkannt.

Die Umstellung auf die neue Mutterrolle nach der Geburt kann zu weitaus schwerwiegenderen Störungen und Erkrankungen als dem bekannten „Baby-Blues“ oder „Heultagen“ führen.

Weit über das übliche Maß hinausgehende Erschöpfung, Ängstlichkeit, Frustration, Aggression und Unsicherheiten sollten entsprechend therapeutisch behandelt werden.

Hierbei kann es sich um eine postpartale Depression („Wochenbettdepression“), eine postpartale Psychose („Wochenbettpsychose“) oder aber auch um eine Verschlechterung einer bisherigen Störung handeln. In allen drei Fällen ist eine fachgerechte Beratung und Behandlung sinnvoll und notwendig.

Postpartale Depression:

Die postpartale Depression kann innerhalb eines Jahres nach der Geburt des Kindes auftreten. Betroffen sind hiervon ca. 20 % aller Mütter.

Typische Symptome sind Interessen- und Lustlosigkeit, erhöhte Erschöpfbarkeit, traurige und niedergeschlagene Stimmung, häufiges Weinen, sowie Konzentrations-, Appetit- und Schlafstörungen.

Häufig finden sich Ängste, Panikattacken, Schuldgefühle und zwiespältige Gefühle dem Kind gegenüber wieder. Auch Suizidgedanken treten nicht selten auf.

Postpartale Psychose:

Die postpartale Psychose entwickelt sich meist in den ersten 14 Tagen nach der Geburt oder aber im Rahmen einer schweren postpartalen Depression. Die Häufigkeit dieser sehr schweren Erkrankung liegt bei ca. 0,1 – 0,2 %.

Charakteristische Symptome können sein: starke Antriebssteigerung, motorische Unruhe, Verworrenheit bis hin zu Wahnvorstellungen und Halluzinationen. Antriebs- und Teilnahmslosigkeit, sowie extreme Angstzustände können ebenso auftreten.

Unser Behandlungsangebot:

Die Mutter-Kind-Behandlung in der Psychiatrischen Universitätsklinik Kiel bietet Beratung und ambulante wie stationäre Therapie für psychisch erkrankte Mütter mit Kindern an.

Um eine oft belastende Trennung zu vermeiden und einer möglichen Beziehungsstörung vorzubeugen, die sich aus der Erkrankung der Mutter ergeben kann, bieten wir die gemeinsame stationäre Aufnahme von Mutter und Kind an.

Therapeutische Bausteine:

Diagnostik und Beratung
Rooming-In
Mutter und Kind erhalten ein Einzelzimmer mit Kinderbett, Wickeltisch, Babyphone und Spielsachen. Für Kindernahrung, Kinderkleidung und Windeln sorgt die Mutter/Familie selbst. Ggf. ist auch für einige Nächte die Mitaufnahme des Vaters oder anderer versorgender Angehöriger möglich.
Kinderbetreuung
Während der Therapiezeiten kann die Betreuung der Kinder übernommen werden.
Psychotherapie
Insbesondere zur Behandlung der postpartalen Depression steht ein spezifisches Einzeltherapeutisches Verfahren (IPT, interpersonelle Therapie) zur Verfügung
Einbeziehung des Vaters
Die Beteilung und Einbeziehung des Vaters bzw. anderer Bezugspersonen stellt einen wichtigen Teil der Behandlung dar.
Babymassage
Zur Förderung der Mutter-Kind-Beziehung wird die Mutter hierzu fachgerecht angeleitet.
Ergotherapie
Physiotherapie
Sozialpädagogischer Fachdienst
Zusammenarbeit mit Hebammen der Universitätsfrauenklinik und mit niedergelassenen Hebammen
Kontakt zu Selbsthilfegruppen
Weiterführende ambulante Behandlung

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