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Ambulanzen

Spezialambulanzen: Gedächtnissprechstunde

Gedächtnissprechstunde am Zentrum für Integrative Psychiatrie wieder eröffnet

Das Zentrum für Integrative Psychiatrie, Psychiatrische Universitätsklinik des UKSH bietet eine Gedächtnissprechstunde in Kiel an. Im Rahmen dieser Sprechstunde wird ein differenziertes Untersuchungs- und Therapieangebot für ältere Menschen mit Hirnleistungsstörungen bereitgehalten.

Aufgrund der demografischen Entwicklung wird es in Deutschland zukünftig zu einer deutlichen Zunahme an Demenzerkrankungen, d. h. vor allem der Alzheimerschen Erkrankung kommen. Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste zu einer Demenz führende Gehirnerkrankung. Nach derzeitigen Schätzungen wird davon ausgegangen, dass etwa 1 Million Menschen allein in Deutschland an der Alzheimer-Krankheit leiden.

Neben der Alzheimer-Krankheit gilt es andere wichtige Demenzerkrankungen zu unterscheiden: bei den Fronto-temporalen lobären Degenerationen stehen anfangs neben Sprachstörungen auch Verhaltensveränderungen im Blickpunkt. Bei der Lewy-Körper Erkrankung können neben den Gedächtnisstörungen auch ein Parkinson-Syndrom sowie visuelle Halluzinationen auftreten.

Eine wichtige Aufgabe besteht in der Erfassung und Behandlung von Gefäß-Risikofaktoren wie dem Bluthochdruck oder der Zuckerkrankheit, welche auch zu einem Abbau von Gedächtnisleistungen beitragen können.

Besonders in frühen Erkrankungsstadien, d.h. bei der sogenannten Leichten kognitiven Beeinträchtigung (LKB) mit objektivierbaren Gedächtnisstörungen ohne Beeinträchtigung im Bereich der Aktivitäten des täglichen Lebens (ATLs) lässt sich medikamentös das weitere Voranschreiten der Erkrankung zumindest verlangsamen. Daneben spielt in der Differentialdiagnostik von Gedächtnisstörungen die Erkennung, Abgrenzung und Behandlung von Depressionen eine wichtige Rolle.

Neben neueren, recht effektiven symptomatischen medikamentösen Therapieansätzen existiert eine Reihe nichtmedikamentöser Therapieverfahren, die vielfältige Ansatzpunkte zur Verbesserung der Situation von Patienten und Pflegenden bis hinein in schwerste Demenzstadien bieten. Nicht-kognitive Demenzsymptome wie Stimmungs- und Affektstörungen, psychotisches Erleben, Verhaltensauffälligkeiten und neurovegetative Störungen beeinträchtigen betreuende Angehörige und Pflegende am stärksten. Die Behandlung dieser Verhaltensveränderungen ist schwierig. Neben der medikamentösen Behandlung spielen nichtmedikamentöse Verfahren hier zunehmend eine Rolle und bieten eine interessante Ergänzung bzw. Alternative zur Pharmakotherapie.

Ältere Menschen mit Gedächtnisstörungen können sich mittels Überweisung des betreuenden Arztes nach telefonischer Voranmeldung am ZIP (Psychiatrische Ambulanz, Tel: 0431 / 9900-4623, Niemannsweg 147, Kiel) zur Diagnostik in der Gedächtnissprechstunde vorstellen.

Ansprechpartner
Dr. med. Peter Häussermann
Zentrum für Integrative Psychiatrie gGmbH
Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
UKSH Campus Kiel
Niemannsweg 147
24105 Kiel
Tel: 0431 / 9900-2681

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