Foto vom Hauptgebäude der Psychiatrie
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Station P3b

Übersicht:

Behandlungsspektrum

Die Station P3b ist auf die Bedürfnisse älterer Menschen mit psychiatrischen Krankheitsbildern ausgelegt. Das pflegerische Team arbeitet nach dem Konzept der Bezugspflege, hierbei werden die Betroffenen von einer für sie zuständigen Schwester oder einem Pfleger betreut.

Es wird das gesamte Spektrum der gerontopsychiatrischen Erkrankungen auf der Station behandelt. Ein besonderen Schwerpunkt stellt die Behandlung von Demenzpatienten und älteren Menschen mit wahnhaften Störungen dar. Eine enge Verzahnung existiert mit der Gedächtnissprechstunde an der Klinik, so dass bei komplexen Fragestellungen auch eine spezialisierte Demenzdiagnostik stationär erfolgen kann. Dabei stehen auf der Station alle diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten eines Universitätsklinikums zur Verfügung. Es existiert eine enge Kooperation mit lokalen Selbsthilfeorganisationen.

Das Team

Die therapeutische Betreuung der Patienten erfolgt durch einen Stationsarzt und den zuständigen Oberarzt, Hr. Dr. P. Häussermann.

Dem pflegerischen Team gehören speziell psychiatrisch und geriatrisch erfahrene Schwestern und Pfleger an.

Zum Team gehören weiterhin Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Physikalischen Therapie, der Ergotherapie, des Sozialpädagogischen Fachdienstes und der Musiktherapie. Neuropsychologische Untersuchungen der höheren Hirnleistungen werden durch die Neuropsychologen der Klinik durchgeführt.

Therapeutisches Angebot

Das Behandlungsziel ist, eine möglichst hohe Lebensqualität für die psychiatrisch erkrankten älteren Patienten zu erreichen. Die Betroffenen werden ärztlich im Rahmen von Einzelgesprächen, Einzelkontakten, Visiten und Gruppengesprächen betreut. Auch die Angehörigen und gesetzlichen Betreuer werden in den Therapieplan mit einbezogen.

Wesentlichen Anteil an der Behandlung haben auch lebenspraktische Gesichtspunkte, zum Beispiel das Aufrechterhalten alltäglicher Tätigkeiten, körperliche Fitness und Kontakte zu anderen Menschen. Vom pflegerischen Team werden Hilfen bei der Tagesstrukturierung gegeben, eine Bewegungs- und Maltherapie, gemeinsame Aktivitäten (z. B. regelmäßiger Morgenspaziergang, Koch- und Backgruppe) und gemeinsames Spielen, kognitives Training (Gedächtnistraining), soziales Kompetenztraining und sozialtherapeutisches Einzel- und Gruppentraining angeboten.

Die Ergotherapie bietet den Betroffenen die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten mittels handwerklich-gestalterischer Tätigkeit zu üben. Zusätzlich wird hier ein Gedächtnis- und Konzentrationstraining durchgeführt. Die Ergotherapie erfolgt in Einzel- oder Gruppenbehandlungen, sie findet sowohl im stationären wie auch im ambulanten Rahmen statt. Die Physiotherapie ermöglicht die Teilnahme an Gymnastik, Kneippen und Sport und bietet täglich Einzel- und Gruppenangebote an.

Eine wichtige Rolle spielt und bei den Patienten sehr beliebt ist die Musiktherapie. Hier wird unter Berücksichtigung der patienteneigenen Fähigkeiten sowie biographischer Aspekte gesungen, getanzt und musiziert.

Zusätzlich findet einmal wöchentlich ein Bingo-Abend auf der Station statt, an dem auch Patienten anderer Stationen teilnehmen.

Der Sozialpädagogische Fachdienst bietet Hilfe und Beratung an, um Lösungen für Probleme des sozialen, beruflichen oder finanziellen Alltags zu finden. Kontakte zu anderen Kliniken, ambulanten Einrichtungen und zu anderen Hilfsangeboten können vermittelt werden. Hier liegt der besondere Schwerpunkt in der Organisation der weiteren pflegerischen Betreuung sowie bei der Beratung im Umgang mit Kassen und Behörden, insbesondere in Bezug auf die Pflegeversicherung.

Räumlichkeiten

Die Station bietet Doppelzimmer und ein Zimmer, in dem bis zu vier Betroffene zusammen untergebracht werden können.

Für die Betroffenen stehen ein Aufenthalts- und Speiseraum mit einem Fernseher und ein Gruppenraum mit Kochgelegenheit zum gemeinsamen Kochen zur Verfügung. Zusätzlich können andere Räumlichkeiten, ein Garten und ein kleiner Sportplatz des Klinikums mitgenutzt werden. Besuchszeiten täglich 9:00-12:00 Uhr und 14:30-17:30 Uhr sowie nach Vereinbarung.

Aufnahmemodalitäten

Die Anmeldung zur stationären gerontopsychiatrischen Therapie sollte durch den ambulant behandelnden Arzt erfolgen. In dringenden Fällen kann auch die Ambulanz der Psychiatrischen Klinik aufgesucht werden, die dann eine weitere stationäre Therapie einleiten kann.

Wenn möglich, sollten zur stationären Aufnahme Berichte über frühere ambulante und stationäre Behandlungen, Röntgen-, Computertomographie- und Kernspintomographiebilder und die aktuell eingenommenen Medikamente mitgebracht werden.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben, wenden Sie sich gerne an die Pforte der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, ZIP gGmbH. Telefon: 0431 - 9900 2681(82) oder direkt an die Ambulanz 0431 - 9900 2561.

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